Pressemitteilungen 2016

Das neue Qualitätssicherungsverfahren „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren" startet ab 1. Januar 2017

Das neue Qualitätssicherungsverfahren Planungsrelevante Qualitätsindikatoren startet ab 1. Januar 2017. Der Abschlussbericht des IQTIG zu dieser ersten Entwicklungsphase sowie die begleitende Dokumentation sind jetzt auf der Webseite des Instituts verfügbar.

Berlin, 20. Dezember 2016 – Das IQTIG hat seinen Abschlussbericht zu den Planungsrelevanten Qualitätsindikatoren (PlanQI) auf seiner Webseite veröffentlicht. Dieses Dokument diente dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als Grundlage der Richtlinie, die er am 15. Dezember 2016 beschloss, so dass das Verfahren der PlanQI bereits zum 1. Januar 2017 starten kann (siehe https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2812/). In dieser ersten Phase der Umsetzung geht es nicht um prospektive Krankenhausplanung, sondern um eine ggf. notwendige Intervention der Planungsbehörden, falls der Strukturierte Dialog auf Landesebene anhaltend nicht in der Lage ist, Versorgungsmängel einer Abteilung zu beheben. Dies ist der Zweck des jetzt beschlossenen ersten Indikatorensets mit dem Leitgedanken der Abwendung von Patientengefährdung. Die Indikatoren für die prospektive Krankenhausplanung, bei denen es auch um Strukturindikatoren gehen wird, sollen in den folgenden Verfahrensetappen entwickelt werden.
Zur Umsetzung sollen die Krankenhäuser ab 2017 quartalsweise Daten für elf Qualitätsindikatoren der Bereiche Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie auf den gewohnten Datenwegen liefern. Da die entsprechenden Indikatoren bereits Teil der bestehenden externen stationären Qualitätssicherung sind, entsteht für die Kliniken kein Mehraufwand.
Im Herbst 2018 erhalten die in den Bundesländern zuständigen Planungsbehörden die ersten Auswertungen des IQTIG, ebenso wie die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen. Nach der Auswertung der Daten durch das IQTIG haben die Krankenhäuser die Möglichkeit, etwaige Qualitätsmängel umgehend zu beheben.
Bleibt ein Krankenhaus statistisch auffällig, wird bei ihm und der zuständigen Landesgeschäftsstelle nach möglichen Ausnahmetatbeständen aus früheren Strukturierten Dialogen gefragt, die das Ergebnis erklären könnten. Damit soll sichergestellt werden, dass Einflussfaktoren, die ein Krankenhaus nicht zu vertreten hat, bei der Bewertung der Versorgungsqualität der Einrichtung fair und angemessen berücksichtigt werden. Diese Stellungnahmen sind dann die Grundlage einer fachlichen Bewertung durch das Institut sowie einer Fachkommission, die das IQTIG berät. Die Ergebnisse werden dann durch den G-BA an die Beteiligten auf Landesebene und das Krankenhaus zur weiteren Klärung und ggf. Berücksichtigung bei der Krankenhausplanung weitergeleitet und später dann veröffentlicht. Die weiteren Maßnahmen des Strukturierten Dialogs zur Qualitätsverbesserung werden durch die zuständige Landesgeschäftsstelle weitergeführt.

Das IQTIG hat nun nicht nur seinen Abschlussbericht vom August 2016 öffentlich bereitgestellt, sondern auch die Stellungnahmen, die es als Reaktion auf den Vorbericht erhalten hat, sowie deren Würdigung in der Finalisierung des Verfahrensentwurfs.

„Qualität spielt damit in Zukunft eine noch wichtigere Rolle in der patientenorientierten Gestaltung des Gesundheitswesens“, sagt Dr. Christof Veit, Leiter des IQTIG. „Mit den jetzt ausgewählten Indikatoren haben die Bundesländer die Möglichkeit einzuschreiten, wenn bei der Versorgung anhaltend erhebliche Mängel bestehen. Die Indikatoren für die klassische Krankenhausplanung sollen in einer weiteren Phase des Verfahrens entwickelt werden.“

Politischer Hintergrund des Qualitätssicherungsverfahrens PlanQI ist das seit Anfang 2016 geltende Krankenhausstrukturgesetz (KHSG). Mit ihm soll es den Planungsbehörden der Länder erstmals möglich sein, die Qualität der medizinischen Versorgung einer Klinik bei der Krankenhausplanung zu berücksichtigen. Das Bundesministerium der Gesundheit (BMG) muss dem Beschluss des G-BA noch zustimmen, damit das neue Verfahren starten kann.

IQTIG informiert Eltern über die Qualität der medizinischen Versorgung sehr kleiner Frühgeborener

Berlin, 19. Dezember 2016 – Sehr kleine Frühgeborene bedürfen intensiver medizinischer Betreuung, damit sie einen guten, gesunden Weg ins Leben finden. Das sind Kinder, deren Geburtsgewicht weniger als 1500 Gramm beträgt und die zu früh geboren werden, so dass sie bei der Geburt noch unreif sind. Werdende Eltern, die davon betroffen sein können, finden auf der Website www.perinatalzentren.org Informationen über die Qualität der Versorgung dieser sehr kleinen Frühgeborenen in den Kliniken in ihrer Nähe. Deutschlandweit gibt es mehr als 220 Spezialkliniken, die sich auf die medizinische Behandlung dieser besonders schutzbedürftigen Kinder spezialisiert haben. Die Arbeit dieser Krankenhäuser lässt sich an Hand von Kriterien wie Überlebensraten oder auch Fallzahlen vergleichen. Das IQTIG stellt diese Webseite zur Verfügung und aktualisiert die Daten einmal im Jahr – dies ist zum 1. Dezember 2016 geschehen.

Besonders nützlich für werdende Eltern ist die Möglichkeit, mit einer Postleitzahlen-basierten Suche ein passendes Krankenhaus in der Nähe des eigenen Wohnortes zu finden. Um die Behandlungsergebnisse zu ermitteln, greift das IQTIG jeweils auf die Daten der vergangenen fünf Jahre zurück. Seit 2015 sind die Perinatalzentren dazu verpflichtet, ihre Behandlungsergebnisse zu veröffentlichen. Das IQTIG betreut die Website im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

IQTIG sucht Expertinnen und Experten im Qualitätssicherungsverfahren „Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie“

Berlin, 9. Dezember 2016 – Das IQTIG hat Plätze in einem Expertengremium zu besetzen. Gesucht werden Fachärzte mit praktischer Erfahrung im Versorgungsbereich „Perkutane Koronarinterventionen / Koronarangiographie“, Fachärzte für Herzchirurgie oder Assistenzpersonal aus Herzkatheter-Laboren.

Hintergrund: PCI ist das erste Qualitätssicherungsverfahren, das sowohl für niedergelassene Fachärzte als auch für Krankenhäuser verpflichtend ist und das am 1. Januar 2016 gestartet wurde. Es betrifft Untersuchungen und Eingriffe an den Herzkranzgefäßen bei Patientinnen und Patienten, bei denen ein Herzinfarkt droht oder akut abgewendet werden soll. Für die Weiterentwicklung dieses Fachgebietes ist die Einbindung von Experten vorgesehen.

Informationen zu den Aufgaben des Gremiums sowie zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.

Informationen zum Auftrag des G-BA finden Sie hier

Krankenhäuser in ganz Deutschland gesucht: IQTIG startet Machbarkeitsprüfung für neues Qualitätssicherungsverfahren Mitralklappeneingriffe

Berlin, 5. Dezember 2016 – Das IQTIG sucht Krankenhäuser für die Teilnahme an einer Machbarkeitsprüfung in der Herzchirurgie. In diesem Bereich soll ab 2019 das neue Qualitätssicherungsverfahren Mitralklappeneingriffe starten. Es betrifft offen chirurgische und interventionelle Eingriffe an den Mitralklappen. Dem Regelbetrieb vorgeschaltet ist eine Machbarkeitsprüfung, in der die geplante Dokumentation und die zugehörige Datenauswertung erprobt und optimiert werden sollen. Dieser Schritt ist für das 1. Quartal 2017 geplant.

Die Machbarkeitsprüfung ist von erheblicher Bedeutung, um eine datensparsame und gut handhabbare Dokumentation zu erreichen und so den bürokratischen Aufwand auf Seiten der Krankenhäuser zu begrenzen. Einrichtungen, die sich beteiligen wollen, sollen ausgewählte Behandlungsfälle dokumentieren und durch Rückmeldung Ihrer Erfahrungen dem IQTIG ermöglichen, die Datenerfassung noch weiter zu verbessern und möglichst einfach zu gestalten. Alle Teilnehmer erhalten einen Rückmeldebericht mit einer Auswertung der dokumentierten Fälle.

IQTIG sucht noch bis zum 31. 10.2016 Medizinerinnen und Mediziner, die in der ambulanten Versorgung tätig sind

Berlin, 21. Oktober 2016 – Das IQTIG möchte Plätze in einem Expertengremium besetzen. Gesucht werden Medizinerinnen und Mediziner, die als Vertragsärzte an der ambulanten Versorgung teilnehmen. Anlass ist ein Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach soll das IQTIG ein Indikatorenset zur Messung der Versorgungsqualität bei Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen entwickeln. Dabei soll ein Expertengremium das Institut bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren unterstützen.

Informationen zu den Aufgaben des Gremiums sowie zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.

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Neues Qualitätssicherungsverfahren Schizophrenie: IQTIG sucht Experten zur Unterstützung bei der Entwicklung der geplanten Patientenbefragung

Berlin, 10. Oktober 2016 – Das IQTIG möchte Plätze in einem beratenden Expertengremium besetzen. Anlass ist ein Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach soll das IQTIG eine Patientenbefragung zur Messung der Versorgungsqualität bei Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen entwickeln. Das Expertengremium hat die Aufgabe, das IQTIG bei der Einschätzung von Qualitätsmerkmalen als Vorstufen von Qualitätsindikatoren für die Entwicklung des Fragebogens zu unterstützen. Hierzu werden Patientenvertreterinnen und -vertreter, pflegende Angehörige, Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer, Medizinerinnen und Mediziner, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Mitarbeiter der psychiatrischen Pflege sowie Experten aus der Wissenschaft gesucht.

Informationen zum Auftrag des G-BA finden Sie hier.

IQTIG wird ab dem 1. November 2016 Datenannahmestelle auf Bundesebene

Berlin, 30. September 2016 – Seit dem 1. Januar 2016 hat das IQTIG bereits die meisten Aufgaben der externen Qualitätssicherung gemäß §§ 136 ff. SGB V übernommen. Jetzt wird auch der Datenservice vom bisherigen Ansprechpartner AQUA Institut zum IQTIG wechseln. Ab 1. November 2016 ist das IQTIG dann die alleinige Datenannahmestelle auf Bundesebene (BAS). Das AQUA Institut wird danach alle Datenlieferungen ablehnen.

Auf Grund dieses Wechsels und der damit verbundenen Umstellungen der IT können vom 17. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2016 leider keinerlei Datenlieferungen der externen Qualitätssicherung entgegengenommen werden. Dafür bitten wir um Verständnis.

Das IQTIG hat bereits alle seine Partner über den bevorstehenden Wechsel des Datenservices informiert. Sollten sich im Rahmen der Umstellung dennoch Fragen ergeben, steht Ihnen das IQTIG-Team unter verfahrenssupport(at)iqtig.org oder telefonisch unter 030 / 58 58 26 340 gerne zur Verfügung.

IQTIG stellt Qualitätsreport 2015 zur externen Qualitätssicherung in Krankenhäusern vor

Berlin, 28. September 2016 – Die Qualität der medizinischen Versorgung in deutschen Krankenhäusern ist durchweg hoch. Um dieses hohe Niveau auch in Zukunft beizubehalten, ist eine Weiterentwicklung der Krankenversorgung und damit auch der externen Qualitätssicherung notwendig – u.a. hin zu einer engeren Verzahnung von stationärem und ambulantem Bereich, die auf vielfältige Weise bei der Versorgung von Patienten zusammenwirken. Das ist die Konsequenz aus dem Qualitätsreport 2015, den das IQTIG am 28. September 2016 auf der 8. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Berlin veröffentlicht hat.

Der Qualitätsreport 2015 ist der erste unter der Regie des IQTIG. Unterstützt wurde das Institut dabei vom bisher zuständigen AQUA-Institut. Der Report beinhaltet die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung in Krankenhäusern für das Erfassungsjahr 2015. Es werden detaillierte Informationen zu bestimmten medizinischen Versorgungsbereichen wie zum Beispiel Gefäßchirurgie, Kardiologie, Gynäkologie oder Transplantationen geliefert. Dazu gehören auch eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Strukturierten Dialogs für das Erfassungsjahr 2014 sowie Empfehlungen von Experten aus den Fachgruppen auf Bundesebene zur Weiterentwicklung der Versorgungsbereiche. Zusätzliche Hintergrundinformationen zur externen Qualitätssicherung sowie eine Sonderauswertung zu „nosokomialen Infektionen“ - das sind Infektionen, die sich Patientinnen und Patienten im Krankenhaus zugezogen haben - runden den Qualitätsreport 2015 ab.

Für das Erfassungsjahr 2015 haben bundesweit 1.538 Kranken¬häuser an insgesamt 1.834 Standorten rund 3,2 Millionen Datensätze dokumentiert. Diese Daten verteilen sich durch auf 25 Qualitätssicherungsverfahren mit 351 Qualitätsindikatoren, anhand derer die Qualität gemessen wird.

Die Vollzähligkeit der gelieferten Datensätze hat sich in den vergangenen Jahren in allen Verfahren der Qualitätssicherung weiter deutlich verbessert und damit auch die Repräsentativität der Daten für die Bewertung der Versorgungsqualität insgesamt.

Im Ergebnis weisen auf Bundesebene 45 der insgesamt 351 Indikatoren im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung auf (12,8 %). 21 Indikatoren haben sich verschlechtert (6,0 %), 229 Indikatoren sind verglichen mit dem Vorjahresergebnis unverändert (65,2 %) geblieben. Bei 56 Indikatoren (16,0 %) ist keine Aussage über eine Veränderung möglich, zum Beispiel bei neu eingeführten oder veränderten Indikatoren. Erwähnenswert ist vor allem die Versorgung von Patienten mit Lungenentzündungen („Ambulant erworbene Pneumonie“). Hier hat sich ein Großteil der Ergebnisse deutlich verbessert: 8 von 12 Indikatoren haben einen besseren Wert als im Jahr zuvor. Handlungsbedarf gibt es dagegen im Bereich Geburtshilfe: Nach Einschätzung der zuständigen Fachgruppe auf Bundesebene sind bei Frühgeburten noch zu selten Pädiater, also Kinder- und Jugendmediziner, anwesend.

Seit 1996 besteht in Deutschland für bestimmte medizinische bzw. pflegerische Leistungen eine gesetzliche Verpflichtung zur Umsetzung von Maßnahmen der Qualitätssicherung. Sie werden in Qualitätssicherungsverfahren – kurz QS-Verfahren – geregelt. In diesem Kontext sind alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser verpflichtet, zur Sicherung der Qualität bestimmte Leistungen zu dokumentieren. Die jeweiligen QS-Verfahren werden vom G-BA in der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-Richtlinie) jährlich definiert. Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Es regelt die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung in verschiedenen Richtlinien.

Bei der Umsetzung ebenso wie bei der Weiter-und Neuentwicklung von QS-Verfahren wird der G-BA durch das IQTIG unterstützt, das fachlich unabhängige, wissenschaftliche Institut für Qualitätsmessung und Transparenz im Gesundheitswesen. Gesetzliche Grundlage dafür ist § 137a SGB V. Das IQTIG veröffentlicht seinen im Auftrag des G-BA erstellten Qualitätsreport jedes Jahr im Herbst.

Der Qualitätsreport 2015 ist ebenso wie eine Kurzzusammenfassung als PDF-Dokument auf unserer Website hier abrufbar.

Gremienaufbau abgeschlossen: IQTIG beruft Wissenschaftlichen Beirat und setzt Kuratorium ein

Berlin, 21. September 2016 – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen hat einen Wissenschaftlichen Beirat eingesetzt und ein Kuratorium berufen. Der Beirat besteht aus zwölf unabhängigen Sachverständigen und hat die Aufgabe, das Institut gemäß § 137a Abs. 5 SGB V in grundsätzlichen Fragen der externen Qualitätssicherung zu beraten. Die Mitglieder werden für die Dauer von zunächst vier Jahren berufen. Danach ist maximal eine weitere Amtszeit möglich. Eine Übersicht über die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats finden Sie hier.

Das Kuratorium des IQTIG besteht aus 30 Mitgliedern und bildet das breite Spektrum gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ab. Ein Drittel der Mitglieder kommt aus dem Kreis der Träger des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wie zum Beispiel GKV-Spitzenverband, Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sowie Deutsche Krankenhausgesellschaft. Ein weiteres Drittel wird von Organisationen entsandt, die nicht im G-BA vertreten sind. Dazu gehören beispielsweise Gewerkschaften und Kirchen. Das letzte Drittel stellen Sozialverbände, Patientenvertretungen und Selbsthilfeorganisationen für kranke und behinderte Menschen. Das Kuratorium tagt mindestens einmal im Jahr. Seine konstituierende Sitzung soll noch 2016 stattfinden. Eine Übersicht über die Mitglieder des Kuratoriums finden Sie hier.

Mit der Einsetzung des Kuratoriums und der Berufung des Wissenschaftlichen Beirates ist der Gremienaufbau des IQTIG komplettiert. Weitere Informationen zu den Gremien des Instituts finden Sie in der Satzung des IQTIG. Seit dem Januar 2015 wird das IQTIG mit Sitz in Berlin stufenweise aufgebaut und erfüllt bereits seit Anfang 2016 seine Aufgaben im Rahmen der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung, wie sie in § 136 ff. SGB V beschrieben sind. Derzeit sind rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim IQTIG beschäftigt.

IQTIG sucht Expertinnen und Experten im Projekt Erweiterung und Aktualisierung des Qualitätssicherungsverfahrens „Versorgung von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen“

Berlin, 19. September 2016 – Das IQTIG hat Plätze in einem Expertengremium zu besetzen. Gesucht werden Medizinerinnen und Mediziner, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Mitarbeiter der psychiatrischen Pflege sowie Experten aus der Wissenschaft. Anlass ist ein Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach soll das IQTIG ein Indikatorenset zur Messung der Versorgungsqualität bei Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen entwickeln. Dabei soll ein Expertengremium das Institut bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren unterstützen.

Informationen zu den Aufgaben des Gremiums sowie zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.

Informationen zum Auftrag des G-BA finden Sie hier.

Gesetzliche Qualitätssicherung im Krankenhaus: IQTIG veröffentlicht aktualisierte Bundesauswertung 2015

Berlin, 7. September 2016 – Das IQTIG hat nach Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine aktualisierte Version der Bundesauswertung für das Jahr 2015 veröffentlicht. In der im Juli online gestellten Fassung der Bundesauswertung gab es zunächst leider noch Fehler, die jetzt korrigiert wurden. Die nun endgültigen Daten sind ab sofort unter Ergebnisse online verfügbar.

Die Bundesauswertung fasst die Ergebnisse der gesetzlichen Qualitätssicherung im Krankenhaus zusammen. 2015 erfolgte dies zum ersten Mal unter der Regie des IQTIG. Die Bundesauswertung wird einmal im Jahr nach Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht. Sie enthält die Ergebnisse der externen Qualitätssicherungsverfahren, für die die Krankenhäuser nach § 136b SGB V Pflichtdaten liefern. Das IQTIG kommentiert die übermittelten Daten nicht. Dies geschieht erst im Herbst mit der Veröffentlichung des jährlichen IQTIG-Qualitätsreports. Lassen die Ergebnisse eines einzelnen Krankenhauses Defizite in der Versorgung vermuten, wird dies im direkten Kontakt durch die Partner auf Landesebene oder direkt durch das IQTIG mit der betreffenden Einrichtung geklärt. Dieses Verfahren heißt „Strukturierter Dialog“ und klärt mit medizinischer Expertise, wo tatsächlich Probleme vorliegen, die zu verbessern sind, und wo die Qualitätsziele erreicht wurden.

Externe Qualitätssicherung im Krankenhaus: Berichte zum Strukturierten Dialog und zur Datenvalidierung beim IQTIG online

Berlin, 31. August 2016 – Das IQTIG hat die Berichte zum Strukturierten Dialog 2015 und zur Datenvalidierung 2015, die sich auf die Daten 2014 beziehen, veröffentlicht. Unter Ergebnisse / Strukturierter Dialog und Ergebnisse / Datenvalidierung sind die mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abgestimmten Dokumente online verfügbar.

Auf der Basis von Qualitätsindikatoren übermitteln die Krankenhäuser in Deutschland Daten, mit denen sie ihre Leistungen dokumentieren. Werden auf Grund dieser Daten Defizite in der medizinischen Versorgung vermutet, wird dies im direkten Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen thematisiert – dem Strukturierten Dialog. Auf diese Weise soll mit medizinischer Expertise geklärt werden, ob tatsächlich Probleme in der Behandlung vorliegen, aber auch wo die Qualitätsziele erreicht wurden.

1.546 von 1.857 Krankenhausstandorten (83,3 %) erhielten anhand der Ergebnisse des Erfassungsjahres 2014 Hinweise auf mögliche Qualitätsprobleme oder es wurde mit ihnen der Strukturierte Dialog durchgeführt. Dies erfolgte – außer für die direkten Verfahren der Transplantationsmedizin und der Herzchirurgie – durch die Partner der externen Qualitätssicherung auf Landesebene. In 1.687 Fällen wurden die Ergebnisse nach Ende des Strukturierten Dialogs als „qualitativ auffällig“ eingestuft (10,3 %). Zielvereinbarungen sollen den betreffenden Kliniken jetzt helfen, die Qualität ihrer medizinischen Leistungen zu verbessern. In 6.291 Fällen wurden die rechnerischen Auffälligkeiten dagegen als „qualitativ unauffällig“ (38,3 %) eingestuft. In 1.434 Fällen (8,7 %) war die Bewertung der Ergebnisse wegen fehlerhafter Dokumentation nicht möglich.

Ebenso wie der Strukturierte Dialog ist das Verfahren zur Validierung der Daten seit langem ein Kernelement der externen Qualitätssicherung. Es geht der Frage nach: Sind die von den Krankenhäusern übermittelten Daten alle vollzählig, vollständig, korrekt und plausibel? Ergebnis: Die Vollzähligkeit der gelieferten Datensätze hat sich in den vergangenen Jahren in allen Verfahren der Qualitätssicherung weiter deutlich verbessert, und damit auch die Repräsentativität der Daten für die Bewertung der Versorgungsqualität insgesamt.

Die Berichte zum Strukturierten Dialog und zur Datenvalidierung werden jährlich im 2. Quartal vom IQTIG erstellt und nach Freigabe durch den G-BA veröffentlicht.

Krankenhäuser werden auf Vorschlag des IQTIG entlastet: 10 Prozent weniger Dokumentation für die externe Qualitätssicherung nach QSKH-RL ab 2017

Berlin, 21. Juli 2016 – Die Dokumentation für die externe Qualitätssicherung soll künftig merklich reduziert werden. Dazu wird in einem ersten Schritt die Menge der zu dokumentierenden Daten im Erfassungsjahr 2017 um zehn Prozent reduziert. Gegenüber dem Erfassungsjahr 2016 fallen damit insgesamt 214 Datenfelder weg. Sie werden ersatzlos gestrichen und müssen in Zukunft nicht mehr ausgefüllt werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) auf Initiative des IQTIG hin beschlossen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern werden so spürbar entlastet - ohne dass dabei Qualitätsindikatoren verloren gehen. Weitere Entlastungen sollen folgen, um die externe Qualitätssicherung schlanker, problemfokussierter und effektiver zu machen. Hierzu gibt es Möglichkeiten durch den Einbezug von Sozialdaten sowie durch eine Weiterentwicklung des Konzepts des Strukturierten Dialogs zusammen mit den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS).

Parallel arbeitet das IQTIG an einem Konzept zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren. Dieses Konzept soll dem G-BA bis Ende August vorliegen, sodass der G-BA im Dezember 2016 einen Beschluss fassen kann. Ziel des IQTIG ist es, schon Anfang 2017 mit dem ersten Projekt bei den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren zu starten. Erreicht werden soll die kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsqualität von Patienten und eine größere Transparenz für die Öffentlichkeit.

Gesetzliche Qualitätssicherung im Krankenhaus: IQTIG veröffentlicht die Bundesauswertung 2015

Berlin, 7. Juli 2016 – Das IQTIG hat nach Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Bundesauswertung für das Jahr 2015 veröffentlicht. Unter Ergebnisse sind ab sofort die Ergebnisse der gesetzlichen Qualitätssicherung im Krankenhaus online verfügbar. Die Bundesauswertung 2015 ist die erste unter der Regie des IQTIG. Dafür wurde bundesweit an 1.834 Krankenhausstandorten die Qualität der medizinischen Versorgung in 29 Bereichen dokumentiert. Anhand von 504 Qualitätsindikatoren wurden die einzelnen Einrichtungen verglichen und eingestuft. Die Ergebnisse können in den Bundesauswertungen und später in den Qualitätsberichten der einzelnen Krankenhäuser nachgelesen werden. Diese sind aufgefordert, ggf. bestehende Mängel zu beheben.

Die Bundesauswertung wird einmal im Jahr nach Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht. Sie enthält die Ergebnisse der externen Qualitätssicherungsverfahren, für die die Krankenhäuser nach § 136 b SGB V Pflichtdaten liefern. Das IQTIG kommentiert die übermitteln Daten nicht. Dies geschieht erst im Herbst mit der Veröffentlichung des jährlichen IQTIG-Qualitätsreports. Lassen die Ergebnisse eines einzelnen Krankenhauses Defizite in der Versorgung vermuten, wird dies im direkten Kontakt durch die Partner auf Landesebene oder direkt durch das IQTIG mit den Einrichtungen geklärt. Dieses Verfahren heißt „Strukturierter Dialog“ und klärt mit medizinischer Expertise, wo tatsächlich Probleme vorliegen, die zu verbessern sind, und wo die Qualitätsziele erreicht wurden.

Nach Prüfung durch das IQTIG: 233 Qualitätsindikatoren erfüllen die Kriterien für gute Transparenz

Berlin, 1. Juli 2016 – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz (IQTIG) hat geprüft, welche Qualitätsindikatoren der externen Qualitätssicherung den Maßstäben guter Transparenz entsprechen. 233 erfüllen die Kriterien für das zurückliegende Jahr und sind nun in den nächsten strukturierten Qualitätsberichten der Krankenhäuser verpflichtend zu veröffentlichen. Diese Indikatoren sind geeignet, Patienten und einweisenden Ärzten Auskunft über wichtige Aspekte der Versorgungsqualität der medizinischen Behandlung in den jeweiligen Krankenhäusern zu geben. Unter Strukturierter Qualitätsbericht steht der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abgenommene Bericht zum Download bereit.

Hintergrund: Gemäß § 136 b SGB V sind die Krankenhäuser in Deutschland gesetzlich verpflichtet, jedes Jahr anhand von Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einen strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Berichte enthalten Informationen zu Struktur- und Leistungsdaten des jeweiligen Krankenhauses sowie Ergebnisse von Qualitätsindikatoren aus der externen stationären Qualitätssicherung.

Das IQTIG untersucht im Auftrag des G-BA, für welche Qualitätsindikatoren die Ergebnisse zur Veröffentlichung geeignet sind. Dies geschieht zum einen durch eine statistische Prüfung. Zum anderen bewerten Expertinnen und Experten der Fachgruppen auf Bundesebene und Vertreter der 17 Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung die Indikatoren. Danach wurden die insgesamt 351 Qualitätsindikatoren in eine von vier Kategorien eingeordnet. Diese reichen von Kategorie 1: „Verpflichtende Veröffentlichung empfohlen“ bis Kategorie 4: „Veröffentlichung nicht empfohlen.“ Am 16. Juni 2016 hat der G-BA den bindenden Beschluss gefasst, dass die Ergebnisse von insgesamt 233 Indikatoren der Kategorien 1 und 2 in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser den Patienten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

IQTIG sucht Expertinnen und Experten im Projekt Qualitätssicherungsverfahren Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (PCI)

Berlin, 07. Juni 2016 – Das IQTIG hat Plätze in einem Expertengremium zu besetzen. Gesucht werden Patientinnen oder Patienten bzw. Fachleute mit Erfahrung in der Patientenvertretung. Aber auch Medizinerinnen und Mediziner sowie Experten aus der Wissenschaft. Anlass ist ein Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach soll das IQTIG erstmals eine Patientenbefragung für das sektorenübergreifende Qualitätssicherungsverfahren „Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie“ (PCI) entwickeln. Dabei soll ein Expertengremium das Institut bei der Entwicklung eines verfahrensspezifischen, standardisierten Fragebogens für Patienten unterstützen.

Informationen zum Auftrag des G-BA finden Sie hier: IQTIG entwickelt erste sektorenübergreifende Patientenbefragung für Herzkatheter-Interventionen (PCI)

IQTIG veröffentlicht erstmals eigene Qualitätsindikatoren-Datenbank

Berlin, 26. April 2016 - Das IQTIG hat am 26. April 2016 seine erste Qualitätsindikatoren-Datenbank – kurz QIDB – im Internet veröffentlicht. Diese Datenbank enthält umfassende Informationen zu allen vom IQTIG in den laufenden Qualitätssicherungsverfahren ausgewerteten Indikatoren, ihre Einsatzmöglichkeiten sowie begleitende Erläuterungen. In der QIDB für 2016 sind insgesamt 489 Qualitätskennzahlen erfasst. Mit der Veröffentlichung trägt das IQTIG zu einer gesteigerten Transparenz im Gesundheitswesen bei: Es macht alle Details der eingesetzten Indikatoren erstmalig unter Angabe der Rechenregeln öffentlich und ermöglicht damit bessere Vergleichsmöglichkeiten bei der internen Qualitätssicherung. Die QIDB ist dabei keine statische Datenbank. Ebenso wie die Qualitätsindikatoren selbst und die ihnen zu Grunde liegenden Richtlinie und Beschlüsse wird die QIDB kontinuierlich weiterentwickelt und so an die sich wandelnden Erfordernisse einer modernen Qualitätssicherung im Gesundheitswesen angepasst. 

Neues Kapitel in der externen Qualitätssicherung: IQTIG entwickelt erste sektorenübergreifende Patientenbefragung für Herzkatheter-Interventionen (PCI)

Berlin, 21. April 2016 – Patientenbefragungen sollen künftig bei verpflichtenden Qualitätssicherungsverfahren (QS-Verfahren) eine zentrale Rolle spielen. Das IQTIG hat am 21. April 2016 durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag erhalten, erstmals eine Patientenbefragung für das sektorenübergreifende QS-Verfahren „Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie“ (PCI) zu entwickeln. Dies betrifft Untersuchungen und Eingriffe an den Herzkranzgefäßen bei Patientinnen und Patienten, bei denen ein Herzinfarkt droht oder akut abgewendet werden soll.

PCI ist das erste Qualitätssicherungsverfahren, das sowohl für niedergelassene Fachärzte als auch für Krankenhäuser verpflichtend ist und das am 1. Januar 2016 gestartet wurde. Es stützt sich bislang auf die Dokumentation der Versorger und die Sozialdaten bei den Krankenkassen. Künftig soll dieses Verfahren um die Patientenperspektive ergänzt werden. Mitte 2018 soll ein standardisierter Fragebogen vorliegen.

Das IQTIG schlägt damit einen neuen Weg in der Patientenbefragung ein, denn es steht dabei nicht der Faktor „Zufriedenheit“ im Vordergrund. Vielmehr sollen die Patienten nach detaillierten Fakten befragt werden, zum Beispiel ob bestimmte Ereignisse und Behandlungsergebnisse eingetreten sind, die für die Qualität ihrer Versorgung wichtig sind. Welche dieser Ereignisse und Ergebnisse in dem Fragebogen abgebildet werden sollen, wird gemeinsam mit Patientinnen und Patienten in Fokusgruppen festgelegt. Die subjektive Bewertung dieser Ereignisse oder Behandlungsergebnisse stehen dabei nicht im Vordergrund. Diese ist meist sehr individuell und wird oft durch Faktoren beeinflusst, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Qualität einer Behandlung stehen. Fragt man dagegen Fakten ab, spielen diese individuellen Einflüsse eine deutlich geringere Rolle. Die Ergebnisse der Einrichtungen und Versorger sind vergleichbarer.

Das IQTIG entwickelt für den G‐BA vergleichende Qualitätssicherungsverfahren im Gesundheitswesen und beteiligt sich an deren Durchführung. Diese Qualitätsvergleiche waren bisher hauptsächlich für die Krankenhäuser verpflichtend. Seit 1. Januar 2016 ist mit einem Verfahren zu Herzkathetern auch erstmals der Bereich niedergelassener Ärzte einbezogen. Die Regelungen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung gelten künftig für die Krankenhäuser und die ambulanten Leistungserbringer, d.h. Vertragsärzte und Vertragszahnärzte, zugelassene medizinische Versorgungszentren sowie ermächtigte Ärzte und Zahnärzte, Psychotherapeuten und ermächtigte ärztlich oder zahnärztlich geleitete Einrichtungen. Dabei sollen die spezifischen Versorgungssituationen in den einzelnen Bereichen bei gleichen Qualitätsanforderungen angemessen berücksichtigt werden. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsqualität von Patienten und eine größere Transparenz für die Öffentlichkeit.

Qualität der Krankenhäuser wird bedeutsam für die Krankenhausplanung: IQTIG erhält Auftrag zur Entwicklung eines Verfahrens mit planungsrelevanten Qualitätsindikatoren

Berlin, 17. März 2016 – Das IQTIG hat am 17.03.2016 durch den gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag erhalten, bis zum 31. August 2016 Empfehlungen für Qualitätsindikatoren als Grundlage für eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung zu erarbeiten. Hintergrund: Mit dem seit Anfang des Jahres geltenden Krankenhausstrukturgesetz soll erstmals die bundesweite Berücksichtigung der Versorgungsqualität bei der Krankenhausplanung ermöglicht werden.

In einem ersten Schritt sind durch das IQTIG die methodischen Grundlagen eines solchen Verfahrens zu entwickeln. Aus den vorhandenen Indikatoren zur Prozess- und Ergebnisqualität der externen stationären Qualitätssicherung sollen anschließend diejenigen Indikatoren ausgewählt werden, die für ein erstes Projekt ab 2017 für die Krankenhausplanung geeignet erscheinen. Darüber hinaus soll ein Verfahren konzipiert werden, mit dem der G-BA künftig den Planungsbehörden der Bundesländer regelmäßig die Ergebnisse der Krankenhäuser für diese Qualitätsindikatoren sowie die Maßstäbe zu deren Bewertung übermittelt.

Nach der Fertigstellung des Konzepts und der Einbeziehung der an der Entwicklungsarbeit des IQTIG zu beteiligenden Institutionen – Grundlage ist § 137a Abs. 6 SGB V – im Rahmen eines schriftlichen Stellungnahmeverfahrens Ende Juli wird das IQTIG dem Gemeinsamen Bundesausschuss seine Empfehlungen bis Ende August 2016 vorlegen. Das Gesetz sieht eine erste Beschlussfassung durch den G-BA bis Ende 2016 vor.

Ansprechpartner des IQTIG für die Presse

Der Stabsbereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit des IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen - ist erster Ansprechpartner für alle Journalistinnen und Journalisten. Wir beantworten gerne Anfragen der Medien zu den Aufgaben des Instituts, seiner Historie und allen aktuellen Vorhaben im Bereich der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements im deutschen Gesundheitswesen. Darüber hinaus vermitteln wir Interviews mit der Institutsleitung oder kümmern uns um das Erstellen von Foto- und Drehgenehmigungen im IQTIG.

In Zukunft finden Sie hier auch aktuelle Pressemitteilungen sowie eine Übersicht über öffentlichkeitswirksame Termine des Instituts.


Ihr Ansprechpartner:

Marc M. Kinert
Leiter des Stabsbereichs Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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